Klappentext:
Justine Bennett führt als Wächterin des Kelchs der ewigen Jugend ein ziemlich eintöniges Leben. Doch das ändert sich schlagartig, als der gut aussehende Derek LaValle vor ihrer Tür steht. Um einen Fluch zu brechen, muss er die Hüterin des Kelchs töten. Eigentlich eine seiner leichtesten Übungen, wäre die nicht so verdammt sexy ...
Rezension:
Justine Bennett lebt zusammen mit ihrer besten Freundin Theresa, die leider Gottes bereits seit 200 Jahren ihr Leben im Körper einer Drächen verbringt, in einer kleinen Wohnung in New York und beschützt dort den Kelch der Jugend, der die Gabe hat, sich in alles mögliche zu verwandeln, sobald jemand erfährt, was der Kelch gerade ist und aus diesem Grund derzeit die Form einer Espressomaschine besitzt.
Seit langer Zeit hatte es keine Probleme gegeben. Zumindest nicht seit Carl LaValle, der Justine beinahe so weit ausgenutzt hatte, dass sie ihm zu ihrem Nachfolger machte und ihm den Kelch somit quasi ohne Probleme in die Hände legte, versucht hatte, den Kelch der ewigen Jugend zu stehlen.
Zumindest bis jetzt, wo Derek LaValle, ein Nachfahre von Carl LaValle, versucht, sich an den Kelch ran zu machen. Und zwar aus dem Grund, da alle männlichen Mitglieder seiner Familie verflucht sind und im Alter von 31 Jahren sterben müssen. Derek macht sich also auf die Suche nach dem Kelch, in der Hoffnung, ihn durch den Tod der Hüterin aufheben zu können. Womit er allerdings nicht rechnet ist mit dem guten Aussehen der Hüterin. Ehe er sich versieht, kann er sich nicht mehr im Zaum halten und denkt bloß noch daran, Sex mit ihr zu haben und einen Weg zu finden den Fluch aufzuheben, ohne sie zu töten.
Auch Justine ist dem gut aussehenden Brezelverkäufer total verfallen. Seit 200 Jahren bereits hatte sie keinen Sex mehr gehabt. Allerdings steht dies als Regel in der Abhandlung der Hüterinnen, weshalb sie auf gar keinen Fall riskieren darf, Derek zu verfallen. Sie muss ihn töten um zu verhindern, dass andere ebenfalls an die Information über sie und den Kelch gelangen. Sollten noch mehrere erfahren, wo sich der Kelch befindet, würde Justine vom Rat wegen Verrats in die Kammer unglaublicher Schmerzen befördert werden und ihre Mutter Iris, die vor ihr den Job der Hüterin hatte, sich allerdings selbst umbringen musste um Mona, den Kelch der ewigen Jugend zu beschützen, müsste ihr gesamtes verdammtes Leben in der Hölle als Liebessklavin von niemand geringerem als Satan höchst persönlich verbringen.
Obwohl es ein Fehler ist, kommen sich Justine und Derek immer näher. Zusammen versuchen sie, den Fluch aufzulösen, wodurch sie auf immer mehr, interessante und verrückte Geheimnisse stoßen.
Ich muss ehrlich sagen, abgesehen von dem Humor und dem flüssigen Schreibstil der Autorin hat mir das Buch nicht sonderlich gut gefallen. Es war in meinen Augen mehr ein Dahingekritzel von irgendwelchen Dingen, die man zusammen gewürfelt hat, nur um irgendwie ein bisschen lustig zu sein.
(ACHTUNG SPOILER)
Zum Beispiel: Irgendwann in der Mitte des Buches werden Justine sogenannte Penhas auf den Leib gehetzt. Penhas sind Wesen, die nicht gerade über übernatürliche Kräfte verfügen oder gar unsterblich sind, nein, die einzige Waffe, die sie nutzen ist Sex. Sie stürmen halb nackt deine Wohnung und versuchen einen, mit viel Haut, einem anregenden Duft und ihrem unglaublich guten Aussehen zum Sex zu zwingen. Je länger man keinen Sex mehr hatte, desto anfälliger ist man und desto größer ist die Gefahr, dass man ihnen nachgibt. Justine sitzt also total in der Tinte, da sie - wie bereits erwähnt - seit 200 Jahren keinen Sex mehr hatte. Manchmal ist die Lust und der Drang nach Sex mit den Penhas so stark, dass manche sogar Menschen die im Weg sind umbringen, nur um mit ihnen Sex haben zu können.
Justines einzige Hoffnung den Kelch und sich selbst zu beschützen ist also, Sex zu haben, bevor einer der Penhas sie erwischt. Während diese also ihre Wohnung stürmen, entschließt sie sich dazu, kurzerhand Sex mit Derek zu haben. Und zwar mitten in der halb brennenden und zerstörten Wohnung auf dem Boden und das für etwa drei Minuten lang, während im Flur immernoch die Penhas versuchen, die Tür mit einer Axt einzuschlagen.
Das war in meinen Augen so dämlich, dass ich echt dachte, was in dem Kopf der Autorin vorgegangen ist. Konnte man sich nichts anderes ausdenken? Das ist so dumm, ich konnte nur mit dem Kopf schütteln.
Und zweitens die Tatsache, dass Justine - wie sich gegen Ende herausstellt - nicht nur die Tochter von Satan ist, sondern dieser auch noch einen weiteren Sohn hat, der sich stolz Satan Jr. nennt und sich selbst sogar im Internet mit seiner eigenen Homepage präsentiert und dort über seine Referenzen verkündet. Angeblich soll er bereits eine halbe Millionen Seelen gefordert haben, die jetzt irgendwo in einem leeren Raum in einer Parallelwelt gefoltert werden, da er einst von Satan höchst persönlich der Hölle verwiesen wurde, aufgrund seiner Herrschsucht und dem Versuch, Satan vom Thron zu stürzen.
Das dümmste daran ist noch, dass Satan Jr. später in einem goldenen feuerfesten Elvis-Like Overroll und einem Feuerwerfer in den Händen mitten auf der Straße steht und beinahe anfängt zu heulen, weil sein Vater ihn nicht als seinen Sohn anerkennen will.
Als sich dann später allerdings noch herausstellt, dass Satan Jr. (der angeblich den Fluch über der Familie LaValle verhängt haben soll) eigentlich gar nicht in der Lage ist, irgendwelche Flüche zu verhängen, kommt raus, dass er all die Jahre selbst jeden einzelnen LaValle Mann am Tage seines 31 Geburtstag getötet hat, nur um den Anschein eines Fluches aufrecht zu erhalten.
Kurzerhand kommt Dereks mathematisches Genie von Bruder Quincy dahinter. Justine und Derek stellen ihm eine Falle und bringen ihn mit ein paar Wasserpistolen und Wasserbomben zum Schmelzen, stecken ihn in den Kühlschrank und lassen ihn dort zu Eis gefrieren.
(SPOILER ENDE)
Zugegeben, manchmal war es wirklich amüsant und ich konnte mir ein Grinsen nun wirklich nicht verkneifen. Und das bildliche Vorstellen einiger Szenen hat um einiges dazu beigetragen, mich zum Lachen zu bringen doch im großen und ganzen sehe ich leider keinen Sinn in dieser Geschichte. Für mich ist das ganze ziemlich dämlich und auf keinen Fall eine wirkliche Empfehlung Wert. Es sei denn, jemand mag diese Art von Büchern natürlich. Ich jedenfalls gehöre nicht dazu.
Das einzige positive an diesem Buch (abgesehen von dem Witz natürlich) waren die Charaktere. Die haben mir wirklich sehr gut gefallen. Jeder hat einen anderen Charakter und ist auf seine eigene Art und Weise irgendwie ein wenig verrückt, aber sonst ... nun ja, in meinen Augen kein Bestseller.
Taschenbuch: 334 Seiten
Verlag: egmont-LYX
Sprache: Deutsch
Preis: 9,95 EURO
Und natürlich ein herzliches Dankeschön an den egmont-LYX Verlag für die Bereitstellung, dieses Rezensionsexemplares.